Blankokredit

Der Blankokredit ist eine spezielle Form des Kredits, dem keinerlei Sicherheiten zugrunde liegen. Als Voraussetzung für einen Blankokredit gilt eine einwandfreie Schufa und Bonität. Blankokredite oder Blankodarlehen werden sowohl an private, als auch an geschäftliche Kunden vergeben.
Einer der bekanntesten Blankokredite für Private ist der Dispositionskredit. Er wird ohne großartige Prüfung und Verhandlung gewährt und wird zudem vergleichsweise schnell bereitgestellt. Auch Ratenkredite oder Kreditkartenrahmen zählen zur Gruppe der Blankokredite.
Auch für Unternehmen gibt es den Blankokredit. Hier ist unter anderem der Betriebsmittelkredit zu nennen. Es handelt sich hierbei um ein vergleichsweise kurzfristig verfügbares Darlehen, welches ebenfalls ohne Sicherheiten bereitgestellt wird.

Der Betriebsmittelkredit dient der kurzfristigen Überbrückung von finanziellen Engpässen. Dadurch kann die Liquidität eines Unternehmens auch bei unvorhersehbaren Zahlungen und Sonderausgaben gewährleistet werden.

Neben den zahlreichen Vorteilen, bietet ein Blankokredit aber auch einige fragwürdige Aspekte. So sind die Zinsen, egal ob es sich um einen Blankokredit für Private oder Geschäftsleute handelt, vergleichsweise hoch. Eine langfristige Fremdfinanzierung über einen Blankokredit ist daher sowohl im privaten, als auch im geschäftlichen Bereich nicht ratsam. Unternehmen können die anfallenden Zinskosten zum Beispiel durch den dadurch möglichen Skontoabzug kompensieren. Im privaten Bereich erspart man sich Mahnkosten, die bei einem Zahlungsverzug anfallen würden. Bei der Entscheidung, ob sich die Ausnutzung eines Blankokredits rentiert, gilt folgende Grundregel: Kann ein solcher Kredit nicht innerhalb der folgenden 14 Tage getilgt werden, ist davon eine andere Fremdfinanzierung in Betracht zu ziehen.
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